Immer die Nase vorn!


Rettungshunde sind speziell ausgebildete Hunde für die Suche nach vermissten oder verschütteten Menschen. Kein technisches Ortungssystem oder Wärmebildkameras konnten den Rettungshund bis jetzt ersetzen. Hundenasen arbeiten schnell und effektiv. Der Mensch oder auch technische Geräte kommen da nicht mit. Hunde können menschliche Witterung in Trümmern noch in 6-10 Metern Tiefe und in der Fläche noch aus 200 Metern Entfernung aufnehmen.

Rettungshunde werden in verschiedenen Sparten ausgebildet und eingesetzt.

Die BRH-Rettungshundestaffel Donnersberg bildet momentan Hunde für die Flächen- und Trümmersuche aus.

Diese suchen zum Beispiel verwirrte Menschen aus Seniorenheimen, Unfallopfer, die unter Schock stehen und die Unfallstelle verlassen haben oder auch Kinder, die nach dem Spielen nicht mehr nach Hause finden.

Darüber hinaus gibt es Trümmersuchhunde, Fährtenspürhunde (Mantrailer), Lawinenhunde (in Gebirgsregionen), Wasserrettungshunde (Rettung Ertrinkender an der Küste) und Wassersuchhunde (Bergung Ertrunkener).

Die Flächensuchhunde durchstreifen das Gelände systematisch und machen sich, nachdem sie jemanden gefunden haben, bei ihrem Hundeführer aufmerksam.


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Flächensuche


Es gibt drei unterschiedliche Anzeigearten, die zurzeit alle in der BRH-Rettungshundestaffel Donnersberg ausgebildet werden.


Verbeller


Bild "Anzeige Bellen.jpg"Zum einen gibt es Hunde, die bei den Opfern verweilen, und ihren Fund durch Bellen an ihren Hundeführer melden.


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Freiverweiser


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Der sogenannte „Freiverweiser“ geht zur vermissten Person hin, kommt danach zurück zum Hundeführer, macht sich dort durch anspringen oder „Dummy ziehen“ bemerkbar und führt den Hundeführer zurück zur Person.
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Bringsler


Bild "Kiwi Halsband hoch.jpg" Der Rettungshund der als „Bringlser“ ausgebildet wird, nimmt beim Fund der vermissten Person ein am Halsband befestigtes Teil in den Fang, und läuft zum Hundeführer zurück. Dort wird ihm das Bringsel aus dem Fang genommen. Der Hund bringt, wie beim Freiverweis, seinen Hundeführer zur vermissten Person.

Seit einigen Jahren arbeiten wir nach der Ausbildung des norwegischen Rettungshundeführer Bjarne Isachsen.
Auf Workshops lernten wir ihn kennen und durften seine Ausbildungsmethoden kennenlernen und danach arbeiten.
Die BRH-Rettungshundestaffel Donnersberg bietet 3-mal jährlich Bringsler- und Freiverweistreffen für das Bundesgebiet an, damit sich Hundeführer austauschen und neue Erfahrungen sammeln können.
Auch Ausbilder, die sich für diese Art von Anzeige interessieren sind gern gesehene Gäste.

Nähere Infos hierzu finden Sie unter Termine



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Trümmersuche


Sind nach Wohnhausbränden, Flugzeugabstürzen, Explosionen oder nach Erdbeben Personen verschüttet, kommen auch hier speziell ausgebildete Rettungshunde zum Einsatz. Der Trümmerhund lässt sich bei seiner Arbeit weder von Rauch und Lärm noch durch die Geräte der Rettungsmannschaften ablenken. Er zeigt dem Hundeführer durch Scharren und Bellen die Stelle an, wo mit der Rettung der verschütteten Person begonnen werden soll.

Bild "IMG_1180.JPG"   Bild "IMG_1184.JPG"
        






Mantrailing


Bild "P1000748.JPG"Personenspürhunde (s.g. Mantrailer) versuchen, die individuelle Spur einer vermissten Person zu finden und ihr zu folgen. Bei günstigen Witterungsbedingungen kann ein gut ausgebildeter Hund diese Spur noch nach einigen Tagen aufnehmen. Der Hund folgt dabei nicht zwingend dem exakten Spurverlauf, sondern geht auch verwehten Geruchspartikeln nach.
Die Wahrscheinlichkeit, eine vermisste Person mit einem Personenspürhund direkt aufzufinden, liegt oft nur bei wenigen Prozent. Der Einsatz der Hunde ist jedoch insbesondere beim Verschwinden einer Person in bebautem Gebiet sinnvoll, da es hier oft keine Anhaltspunkte zu Verbleib oder Hinwendungsrichtung der vermissten Person gibt.